Mit einer Ausrichtung können Sie die Position und die Ausrichtung eines Werkstücks im dreidimensionalen Raum definieren. Dadurch erhält das Messgerät die Angaben zur Werkstückposition. Ein Werkstück ohne jede Ausrichtung verfügt über sechs Freiheitsgrade:
Drei Drehgrade (um die X-, Y- und Z-Achse herum).
Drei Versatzgrade (entlang der X-, Y- und Z-Achsen).

Dieses Diagramm zeigt die sechs Freiheitsgrade im 3D-Raum an (X,Y,Z,U,V und W)
Bezugsreferenzrahmen
Ein Bezugssystem (BS) schränkt die sechs Freiheitsgrade ein, wobei das Werkstück im 3D-Raum befestigt wird.
Eine Werkstückausrichtung stellt das BS dar, das auf der Zeichnung angegeben ist. Die primären, sekundären und tertiären Bezüge definieren das BS und geben die Elemente, die gemessen und zur Erstellung der Ausrichtung verwendet werden sollen, an.
Die drei Rotationsgrade werden durch den(ie) I,J,K-Vektor(en) des(r) Bezugselements(e) eingeschränkt.
Die drei Translationsgrade werden durch die X,Y,Z-Lage(n) des(r) Bezugselements(e) eingeschränkt.
Schränkt zwei Rotatonsgrade ein, sodass die nivellierte Achse mit dem Vektor des ausgewählten Elements übereinstimmt.
Dies ist immer das primäre Bezugselement, das ein 3D-Element mit einem Vektor sein muss.
Typische Elemente: Ebene, Zylinder, Kegel oder ein abhängiges 3D-Element.
Schränkt ein Rotationsgrad um die nivellierte Achse so ein, dass die gedrehte Achse mit dem Vektor des ausgewählten Elements übereinstimmt.
Dies ist immer das sekundäre oder tertiäre Bezugselement, das ein 2D- oder 3D-Element mit einem Vektor sein muss.
Typische Elemente: Ebene, Gerade, Zylinder, Kegel oder ein abhängiges 2D-/3D-Element.
Sie können auch ein beliebiges Element vom Typ 'zwei Punkte' auswählen, um eine Gerade zu simulieren, die zur Rotation verwendet werden kann. Dabei kann es sich um zwei Punkte, zwei Kreise, zwei Kugeln oder eine Kombination aus diesen Elementen handeln. Die Richtung der simulierten Gerade basiert auf der Reihenfolge der ausgewählten Elemente.
Schränkt drei Versatzgrade (entlang der X-, Y- und Z-Achsen) ein.
Dadurch wird der Nullpunkt auf primäre, sekundäre oder tertiäre Bezugselemente gemäss Zeichnungsangaben gesetzt.
Typische Elemente: Jedes beliebige Element.
Ausrichtungstipps:
NIVELLIEREN zuerst, dann ROTIEREN und zuletzt den NULLPUNKT für die X-, Y- und Z-Achsen setzen. Niemals das Rotieren vor dem Nivellieren ausführen!
Vor dem Messen von 2D Elementen (beispielsweise Geraden oder Kreise) immer NIVELLIEREN.
Vor dem Messen von Punkten (gemessenen Punkten auf der X-, Y- oder Z-Achse) immer NIVELLIEREN und ROTIEREN.
In einer messroutine können beliebig viele Ausrichtungen gespeichert werden.
Eine Ausrichtung kann in eine Datei mit dem Befehl SAVE ALIGNMENT gespeichert werden. Dies wird typischerweise getan, um eine vollautomatisierte messroutine, die ein Spannsystem für das Werkstück benötigt, zu erzeugen.
Erstellen Sie eine Messroutine, das eine Ausrichtung auf einem Spannsystem einrichtet und speichern Sie die Ausrichtung in einer Datei.
Erstellen Sie eine Messroutine, RUFEN Sie die Ausrichtungsdatei am Anfang der Messroutine auf und versetzen Sie die Programmausführung in den CNC-Modus, bevor Sie mit dem Messen des ersten Elements beginnen.
Während der Ausführung der Messroutine hält das KMG an, fordert den Bediener auf, das Werkstück zu laden und misst dann automatisch das Werkstück (keine manuelle Ausrichtung).
Rechte-Hand-Regel - Strecken Sie den Daumen Ihrer rechten Hand in die positive Richtung der Achse, um die Sie drehen (+X, +Y oder +Z). Die Richtung, in die sich Ihre Hand natürlicherweise schließt, gibt die positive Drehung um diese Achse an. Die negative Drehung verläuft in die entgegengesetzte Richtung.