Überlegungen zu optischen Tastern

Taktile Taster neigen dazu, eine Anordnung wohldefinierter mechanischer Komponenten zu sein (Taster-Anfahrpunkt, Tastergehäuse, Tastermodul, Tastspitze) mit vorhersehbarem Anfahrpunkt und Nennwert-Tastspitzenversätzen, wobei Positionsabweichungen durch die Antastbewegung gehandhabt werden können. Trotzdem, Optiksensoren sind nomalerweise weniger vorhersehbar, da sie oftmals über Montageteile verfügen, die nicht dem Standard entsprechen, und bei den Arbeitsabständen, der Hardware-Anpassung oder -Kalibrierung abweichen usw. Aus diesem Grund ist es voraussichtlich schwieriger, das gewünschte Ziel mit Antastbewegungen zu suchen. Der Optiksensor scannt nicht auf dieselbe Art und Weise wie ein taktiler Taster, sodass die Abweichungen auffallender sind.

Einige Maschinen verfügen u. U. über korrigierbare Tasterbefestigungen, wodurch die Tasterposition in den Standarddefinitionen "probe.dat" unvorhersehbar werden. Wegen solch enger Toleranzen aus höheren Vergrößerungen oder Maschinen-Abweichungen müssen Sie möglicherweise bei der ersten Kalibrierung des Tasterversatzes auf einer neuen Tastspitze eine manuelle und CNC-Ausführung durchführen, selbst dann, wenn die Position des Kalibriernormals bekannt ist. Dadurch erhalten Sie hochwertige, gemessene Versatzdaten für nachfolgende Kalibrierfolgen von Tastspitzversätzen, da der gemessene Tastspitzenversatz anstelle des Nennwertes verwendet wird.

Im Gegensatz zu anderen KMGs haben die meisten optischen Multisensor-KMGs keine einzelne Standard-Armende-Tasterhalterung. Sie verfügen stattdessen über einen Z-Ständer, der eine herstellerspezifische Halterung für die Optik und eine Standardhalterung für den Berührungstaster bietet. Um die Nennwerte für den Tasterversatz mit genauen relativen Versätzen zu definieren, wird häufig eine Adapterkomponente in der probe.dat- oder usrprobe.dat-Definition verwendet. Dieser Adapter definiert den Versatz zwischen dem KMG-Taster-Bezugspunkt (wie beispielsweise Ende des ARMs) und dem Taster. Wenn Sie z. B. die Objektivfläche der Zoomzelle als Bezugspunkt auswählen, wäre eine Adapterkomponente nötig, die den Versatz zwischen Zoomzelle-Objektivfläche und Berührungstaster-Halterungspunkt definiert. Um dann einen Berührungstaster zu definieren, würden Sie den Adapter auswählen, dann den Taster (z. B. TP200) und anschließend die Tastspitze. Danach entspricht der Taster-Nennversatz zwischen optischem Taster und taktilem Taster in etwa der Hardware.